Elterngefühle: Wenn Mama mal out ist

Heute hatte ich am Mittagstisch ein sehr seltsames Erlebnis, das mich als Mama dorch ein wenig betrübt hat.

Meine kleine Tochter (jetzt fast 12 Monate alt) hatte in den letzten Tagen stark mit einer Bindehautentzündung zu kämpfen. So mussten wir immer wieder die Augen säubern und Augentropfen verabreichen, was leider meist an mir hängen blieb. Das mochte sie ganz und gar nicht.

 

Heute Mittag hatte sie mir die Prozedur wohl besonders übel genommen. Ich setzte sie in ihr Stühlchen am Familientisch, damit wir alle zusammen Mittagessen konnten. Doch sie fing herzzerreißend an zu weinen und zu schreien, als ich ihr die ersten Kartoffelstücken anbot. Ich hatte keine Ahnung, was sie mir damit sagen wollte, hatte ich doch alle möglichen bedürfnisse breits überprüft. Ich nahm sie also aus dem Stuhl zu mir auf den Schoß und bot ihr erneut etwas vom Essen an.

Sonst isst sie mit viel Appetit und probiert fast alles was es so zu kosten gibt.

 

Heute war nichts zu machen. Sie wollte und konnte sich auch auf meinem Schoß nicht beruhigen. Ich setzte sie also auf den Boden und beobachtete was weiter geschah.

Zielstrebig krabbelte sie nun zu ihrem Papa, ließ sich von ihm auf seinen Schoß setzen, kuschelte sich kurz an ihn, drehte sich um und begann zu essen, während sie mich (irgendwie vorwurfsvoll) aus ihren großen, hübschen Augen ansah.

Obwohl ich wusste, dass sie nicht ewig nachtragend sein würde, tat mir das sehr weh. Mein kleines Mädchen, das ich so sehr liebe und für das ich die Welt auf den Kopf stelle, damit sie schnell wieder gesund wird, hatte mir genau das verübelt.

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